Herzlich Willkommen!

 

 

 

Auf dieser Seite werden nach und nach Kirchenlieder anderer Künstlerinnen und Künstler vorgestellt. Das Ziel ist es, eine Plattform zum Austausch von Ideen, Veranstaltungstipps und neuen Liedern zu schaffen.

 

Diese Idee funktioniert nur, wenn möglichst viele Künstler mitmachen. Darum lade ich alle, die neue Lieder für Gottesdienst und Gemeinde auf Lager haben und sie bekannt machen möchten, dazu ein, mit mir Kontakt aufzunehmen.

 

Bisher sind in der Liederbörse vertreten:

Stefan Fiedler

Gerhard Fleischer

Franziska Stremski

 

Gerhard Fleischer:

An erster Stelle werden hier einige Lieder des bekannten Schweizer Kirchenliedautors Gerhard Fleischer vorgestellt. Die beigefügten Liedblätter und Orgelbegleitsätze hat Herr Fleischer zum allgemeinen Gebrauch zur Verfügung gestellt. Die Kommentare zu den Liedern stammen ebenfalls vom Autor.

Anmerkung von Gerhard Fleischer: Wer Liedblätter mit einer eigenen Lied-Auswahl erstellen möchte, dem kann Gerhard Fleischer jedes Lied als JPG in der Grösse DIN A5 senden. Diese lassen sich leicht in ein Word-Dokument Din A4 quer mit je 2 Spalten als Graphik einfügen, so können bis zu 4 Lieder auf einem beidseitig bedruckten Blatt untergebracht werden. Auch sind zu jedem Lied Orgel-begleitsätze, für viele auch Chorsätze (homophon) vorhanden. Wer solches Material benötigt, möge Gerhard Fleischer mailen. -

 

Wer Kontakt mit Herrn Fleischer aufnehmen möchte – hier seine Kontaktdaten:

 

Gerhard Fleischer, Reutlinger Str. 112 B, 8404 Winterthur

email: Fleischger@yahoo.de

 

 

 

Neue Lieder von Gerhard Fleischer: Baumlied

 

 

Baumlied index 002

Die ersten Schritte Die ersten Schritte

Ein Kind ist angekommen Ein Kind ist angekommen

Es führt drei König in Gottes Hand Es fuehrt drei Koenig

Es lagen im Felde die Hirten Es lagen im Felde

Herr, dieses Kind Herr dieses Kind

Herr, du hast darum gebetet Herr du hast darum gebetet

Im Stall in der Krippe Im Stall in der Krippe

Jeder Schritt auf dieser Erde Jeder Schritt

Regenbogenlied Regenbogenlied

Sei behütet und bewacht Sei behuetet und bewacht

Wir sahen seine Herrlichkeit Wir sahen seine Herrlichkeit

 

 

 

 

 

Ältere Lieder von Gerhard Fleischer:

 

Bunt sind schon die Wälder – Erntedank-Version        

Die Ergänzungsstrophen im Sinne von Erntedank verdanken ihre Existenz einer sturen “progressiven” Volksschullehrerin, die nur türkische, spanische, portugiesische, südamerikanische Volkslieder im Unterricht mit meinen Töchtern durchnahm, aber um die deutschen Volkslieder bewusst und hartnäckig einen grossen Bogen machte, da sie “ideologisch belastet” seien – durch den Missbrauch des Volksliedes durch die Nazis. . Ein Gespräch mit ihr und meine herzliche Bitte, den Kindern doch den wunderbaren Schatz der deutschen Volks- und Kinderlieder nicht vorzuenthalten, brachte nichts. Was kann den “Im Frühtau zu Berge” oder “Das Wandern ist des Müllers Lust” dafür, dass die Nazis diese Lieder auch sangen und grölten ? Ich finde: Nichts. Und so suchte ich nach einem Weg, einige der besten Volkslieder mit meinen Jugendgottesdienstlern zu singen. Unter diesem Vorzeichen entstanden die Ergänzungsstrophen zum rein weltlichen “Bunt sind schon die Wälder”.

 

Die Welt steht nun in neuem Licht        

Ein Lied, dessen Melodie einfach und einprägsam ist, dessen Harmonik aber ein Experiment war: Ich war bestrebt, möglichst viele tonartfremde Akkorde unterzubringen, da mich zu jener Zeit (ich war Student), die Chromatik der Reger-schen Orgelwerke faszinierte. Mit Band klingt das gar nicht übel. Der E-Gitarrist sollte versiert sein u. den ganzen Quintenzirkel beherrschen.

 

Hört ihr nicht die Engel singen            

In England staunte ich nicht schlecht, als ich diese herrliche Melodie v. Mendelssohn-Bartholdy in den Gesangbüchern fand: sie gilt dort längst als „traditional carol“ – also althergebrachtes Weihnachtslied: „Hark, the herald angel sings“, mit herrlicher Oberstimme hier zu hören: http://www.dailymotion.com/video/xc00p9_hark-the-herald-angels-sing-st-paul_music

Die Textfassung „Unser Heiland ist nun hier“ die im RG enthalten ist, hat mich nicht sonderlich angesprochen und so reimte ich flugs ein paar Verse, die auch von Kindern verstanden und nachvollzogen werden können. Der statische Begleitsatz des RG erinnerte mich auf einen Koloss auf tönernen Füssen – schwerfällig, undynamisch, behäbig. Ich schrieb einen flotten, dynamischen Satz, in dem der Bass einen bewegten Contrapunkt bekommt, eine Gegenmelodie, die dem ganzen Leben und Intensität verleiht. Bei Aufführungen wurde dieser Bass von einem Cello oder einer Posaune verstärkt: Kam gut an.

 

 

Mach mich zum Werkzeug deines Friedens     

Ein wunderbarer Song: „Make me a channel of your peace“ herrliche Interpretation v. Sinead oConnor youtube: http://www.youtube.com/watch?v=BtJeI4Q9nBE. Komponist: Sebastian Temple 1967. Der Text richtet sich nach dem Franziskus v. Assisi zugeschriebenen Friedensgebet. Ich habe eine deutsche Übersetzung verfasst, die singbar ist, auch wenn sie sprachlich keine grossartige Dichtung darstellt.

 

Meine engen Grenzen 

Der Text sagte mir sofort zu: ein gesungenes Kyrie-Gebet, das unsere Unzulänglichkeiten zur Sprache bringt, unsern dringenden Bedarf an Hilfe, Gnade, Vergebung, Erlösung mit einem Wort. Die ursprüngliche Melodie von W. Heurich war mir zu unruhig, ich suchte nach einer Weise, die einfach und eingängig sein sollte, die fast schon unbewusst nach erstem Anhören eines instrumentalen Vorspiels mitgesungen werden kann, so dass man sich voll und ganz auf den Inhalt und die Aussage des Textes einlassen kann. Dabei wurde mir diese Melodie geschenkt, deren “Wehmutsgehalt” sich aus den übermässigen Dur-akkorden speist, die in der klassischen Harmonielehre ja nicht einmal vorkommen. . . (mir hängen geblieben seit Alexandras “Sehnsuchts-lied” (Taiga, 60-er Jahre...).

 

Nun geh den Weg       

von Arno Pötzsch. Ganz guter, mutmachender, Zuversicht spendender Text. Als ich mit der 84-jährigen Tochter des Dichterpfarrers telefonierte und sie um die Vertonungserlaubnis bat, geriet sie vor Freude ganz aus dem Häuschen: Dass es das noch gibt: Dass sich jemand für die Verse ihres lieben Vaters noch interessiert. Scheinbar ist das Interesse in der Familie an der Lyrik des Grossvaters nicht so gross. . . Sie erzählte, dass ihr Vater ihr dies Gedicht auf den Leib geschrieben habe, als sie mit 18 nicht wusste, in welche Richtung sie sich beruflich entscheiden sollte.

 

Trost- und Abendlied        

Die Melodie des walisischen Volksliedes „Ar hyd a nos“ – englisch: „All through the night“ hat mich sehr berührt: http://www.youtube.com/watch?v=STKdszlFbJI.

Oder: http://www.youtube.com/watch?v=sgOoB7DOXSQ. Die Melodie liess mich nicht los: Unter dem Eindruck eines bewegenden seelsorgerlichen Gesprächs mit einer noch jüngern Dame im KS Ffd im Herbst 2010, deren Stärke und Nüchternheit, mit der sie ihrer schwierigen Diagnose (unheilbarer Krebs) in die Augen sah, entstanden meine Strophen auf diese Melodie. Wir singen es nicht nur in Abendgottesdiensten, da ja „Nacht“ nicht nur Abwesenheit des Lichts unserer Sonne bedeuten kann, sondern im übertragenen Sinn auch als Chiffre für Gefahr, Gefährdung, Angst, Not, Prüfung, Leid und Tränen stehen kann.

 

Wir sahen seine Herrlichkeit    

Hier sieht das Notenbild abenteuerlich aus und man denkt, das sei schwierig. Wenn mans dann hört, merkt man, dass die Melodie leicht zugänglich und singbar ist. Melodie u. Harmonik haben leichte Anleihen beim Jazz gemacht: Ich habe ein paar Dur-akkorde mit grosser Septime und Moll-akkorde mit kleiner Septime eingebaut, die – soweit ich das beurteilen kann, bei den barocken Meistern nicht vorkommen. . . Klingt mit Band auch recht schön. Die letzte Strophe Orgel mit Tutti, am besten mit Trompeten, Posaunen und Pauken und einem Trommelwirbel im Ritardando am Schluss . . .

 

Wisst ihr noch, wie es geschehen             

Herrliche Worte v. Hermann Claudius, dem Enkel des berühmten Matthias Claudius. Die Melodie v. Lahusen konnte mich nicht überzeugen. Auch der Kurator des H.Claudius-museums in seinem Heimatstädtchen erklärte mir am Telefon, dass die wunderbaren Worte von Besuchern kaum nach der im EG befindlichen Melodie gesungen werden können. Ich entwarf eine eigene Melodie, einfach, eingängig – mit Melodiezitaten eines andern, uns vertrauten Weihnachtsliedes – und die Melodie kommt gut an. Wird oft bei Krippenspielen, Sonntagschul-weihnachts-feiern eingesetzt.

 

Ich danke Gerhard Fleischer herzlich!

 

 

 

 

Stefan Fiedler

Stefan Fiedler ist ein bekannter Musiker, Komponist und Produzent aus Stralsund. Auf seiner Homepage www.stefan.f.ms stellt er seine Projekte ausführlich vor. In der Liederbörse weisen wir auf 2 Videos von Stefan Fiedler hin:

 

Sanctus Kindermesse

 

Kommunionlied indermesse

 

Die beiden Lieder wurden vom Autor auch als .mp3 und als Notenblatt zur Verfügung gestellt:

 

            Sanctus

 

            Kommunion

 

Ich danke Stefan Fiedler herzlich! Wer Kontakt zu ihm aufnehmen möchte, findet seine Kontaktdaten auf seiner Homepage www.stefan.f.ms

 

 

Franziska Stremski

Franziska Stremski bietet schmissige Kanons und Liedrufe an. Die Noten der folgenden Stücke wurden von ihr für die „Liederbörse“ zur Verfügung gestellt:

 

1. Wir haben hier keine bleibende Stadt 

Das ist ein sechs-stimmiger Kanon, den man auch gut vom Alt II (oder wie man die Stimme auch nennen mag) bis hoch zum Sopran aufbauen und dann erst in die beiden versetzten Gruppen aufteilen kann. Also erst singen alle aus dem Alt II, dann alle aus dem Alt I dazu und zuletzt der Sopran dazu. Erst dann teilen sich die jeweiligen Stimmlagen in jeweils 2 Gruppen auf. So muss man's aber ja nicht machen.

 

2. Siehst du auch das Licht? 

Das ist ein Kanon, der auf dem berühmten Turnaround (der "Grundschulkadenz") beruht und somit harmonisch "kein Ende" hat. Deshalb muss der Dirigent am Ende alle den Schluss singen lassen (siehe Noten). Dieser Kanon passt harmonisch auch zu "Du bist da, wo Menschen leben" oder halt auch zu den Kinderliedern "I like the flowers" usw. Deshalb ist es theoretisch möglich, "Siehst du auch das Licht" und "Du bist da, wo Menschen leben" gleichzeitig zu singen oder instrumental dazuzuspielen. Das habe ich praktisch aber nur im Rahmen von Proben am Klavier ausprobiert.

 

3. die folgenden Liedrufe...                      

                                                                                      Kyrie eleison Kyrie eleison heißt…     Erhöre mich!   Du kannst uns hören

 

 

Die vier Liedrufe sind immer zu den Konfirmationen entstanden. "Kyrie eleison HEISST Herr, erbarme dich" heißt so, weil man das HEISST in den Pausen der ersten und dritten Liedzeile singen kann. So ist es ganz nett für jüngere Kinder.

 

 

Herzlichen Dank, Franziska Stremski!

 

Wer Kontakt mit Franziska Stremski aufnehmen möchte, kann ihr eine Email schreiben unter franziska.stremski@t-online.de